Pacha - Vom Club zur Legende - Pacha
Party & Nightlife
Pacha
Was vor über 40 Jahren bescheiden in Spanien seinen Anfang nahm, hat sich als eines der erfolgreichsten Club-Konzepte herausgestellt. Ein weltweites Netz von Disco-Filialen geben dem Gründer der Marke Pacha recht. Dazu kommen Restaurants und Merchandising-Produkten wie T-Shirts und CDs: kaum jemand, der die leuchtend roten Kirschen nicht kennt und dabei sofort an Ibiza und Party ohne Ende denkt.

Das Mittelmeer, die Sterne, Leidenschaft und Lebensfreude weckten vor einigen Dekaden in einem Visionär die Sehnsucht, seinen Traum zu verwirklichen und den Club aller Clubs zu gründen: das Pacha.

Dieser Mann heißt Ricardo Urgell und hat den ersten Pacha-Club 1967 im spanischen Ort Sitges eröffnet. Wenige Jahre später schuf er das Pacha Ibiza, das nicht nur das berühmteste, sondern sowohl ihm als auch dem Publikum das liebste ist. Schon kurz nach der Gründung 1973 wurde der Club zum Inbegriff der Hippie-Bewegung und Lieblings-Location der spanischen High-Society. Urgell überzeugte nicht nur mit einzigartigen Partys, sondern auch mit der Unterstützung und Sponsoring von Sport-Events, Kulturveranstaltungen und Kunst.

In den frühen Siebzigern tauchte das Pacha-Logo deshalb auch fern der eigentlichen Events, nämlich den glamourösen Partys, fast überall auf. Egal ob Motorrad-Rennen, Marathon-Lauf oder Kunstausstellung: Die beiden roten Kirschen waren da und lockten so die Größen aus Film, Sport, Kunst und Politik in den Club. Doch Ricardo wollte jedem Partys zugänglich machen, wie sie eigentlich nur die oberen Zehntausend kennen – mit spektakulären Fashion-Shows, Kostümfeste und ausgefallenen Dekorationen. Der einzige Unterschied war, dass die prominenten Gäste in einem gesonderten VIP-Bereich saßen, dessen Wünsche das Pacha-Team besondere Aufmerksamkeit schenkte. Ansonsten gab es keinen Unterschied zwischen Reich und Arm, Berühmt oder Nobody. Jeder war willkommen.

Genau diese Mischung aus Promis und dem Mann von der Straße macht die besondere Atmosphäre des Pacha aus, die bis heute nichts von ihrer Extravaganz verloren hat. Die Gogo’s hatten eigenes Personal, die für sie Kostüme nähten, sie schminkten und ihnen die Haare machten. Das Publikum liebte diese Form der Extreme und erschien bald selbst verkleidet zu den Special-Partys, bei denen unter anderem die Beatles, Led Zeppelin und die Rolling Stones auftraten. Die Gästeschar war nicht weniger illuster: Brigitte Nielsen tanzte mit Regisseur Pedro Almodovar, Niki Lauda war auf Du und Du mit Mitgliedern des spanischen Königshauses und die Liste der Namen der Supermodels, die hier den Dancefloor unsicher gemacht haben, wäre zu lang, um hier alle zu nennen.

Besitzer Ricardo hat mit seinem Club etwas geschaffen, das weltweit als wahres Entertainment-Paradies gilt. Auch heute steht das Kirsch-Logo für Partys, die ihresgleichen suchen. Inzwischen hat sich der Club zu einem Franchisesystem gewandelt, das in den vergangenen Jahren ein weltweites Netzwerk gebildet hat. Zu den Restaurants, dem Hotel, dem Lifestyle-Magazin und dem Plattenlabel werden Lizenzen an erfahrene Gastronomen vergeben, die dann in ihrer Stadt nach ibizenkischem Vorbild Pachas eröffnen dürfen, die sich aber musikalisch an den Bedürfnissen des jeweiligen Landes orientieren.

Bei dieser Entwicklung darf man gespannt sein, was man in den nächsten 40 Jahren von den Pacha-Machern erwarten darf.


Mehr über die In-Location Pacha bei Bartime.de



Autor: Bernd Pipo

 
 
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