Marley – Film und OST - Mann hinter der Legende - © Studiocanal
Musik & Sound
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Jeder kennt "No Woman No Cry" oder "Redemption Song", die Welthits von Reggae-Legende Bob Marley. Nüchtern betrachtet könnte man meinen, Marley war ein Rockstar wie er im Buche steht: sieben uneheliche Kinder, immer unterwegs, ständig high. Doch wer war der Mann hinter dem Musiker, der versuchte mit seinen Songs die Welt zu verändern? Wie wurde der Junge aus dem jamaikanischen Kaff Saint Ann zu dem was er und seine Musik noch heute für viele verkörpern? Die Doku "Marley" verrät es und schafft, wie Marleys Sohn Ziggy betont, damit etwas "was bisher noch keinem gelungen ist: eine echte emotionale Verbindung zu diesem Mann herzustellen – nicht bloß zur Reggae-Legende oder zur mythischen Gestalt, sondern zum wirklichen Menschen. Zu einem Menschen, der eine Menge durchgemacht hat."

Das Leben von Bob Marley

Durch Liveaufnahmen, persönliche Interviews mit Familie und Freunden (unter anderem Bobs Frau Rita, Neville Livingston, seinem ältesten Freund sowie seiner Kinder) und seltenem Material schuf Regisseur Kevin MacDonald mit "Marley" ein detailliertes Bild von Bob Marley und seinen Überzeugungen. In der Dokumentation erzählen Menschen, die Bob auf seinem Lebensweg begleiteten die Geschichte der Reggae-Ikone: Durch den Originalton (mit Untertiteln) erlebt der Zuschauer seine Geburt in St. Ann, seine schwierige Kindheit als "Mischling", der nirgends so richtig dazu passte, aber die Musik liebte und in Kingston zum Musiker wird hautnah mit. Nur wenige wissen, wie schwierig es für Bob und die Wailers war, in der Branche Fuß zu fassen und welchen Einfluss die Rastafari-Bewegung hatte. Nach seinem Durchbruch verbreitete Bob seine Musik und seine Botschaft von Liebe und Frieden auf der ganzen Welt. Selbst während ihm seine schwere Erkrankung an Krebs schon bewusst war, widmete sich Bob ganz und gar seinen Überzeugungen bis zu seinem Ende im Alter von 36 Jahren. In "Marley" wird klar, was in Bob Marley vor sich ging, während seiner Kindheit, seinem Erfolg und am Ende seiner Tage. Der Zuschauer bekommt ein Gefühl für den Menschen und kann sich in ihn und seine Beweggründe hineinversetzen.

Musik mit Botschaft

Untermalt wird die Doku von seiner einzigartigen Musik, die zusammen mit den Einblicken in das Leben von Marley zu einem eindrucksvollen Gesamtbild verknüpft wird. Unter anderem enthält der Soundtrack zum ersten Mal eine Aufnahme der Performance von "Jammin‘" beim One Love Peace Konzert, bei der Marley die Hände der politischen Rivalen Jamaikas ineinander legte. Nicht nur im Zusammenhang mit den Originalaufnahmen dieser Szene versetzt einen die Musik in die Lage, die Bedeutung dieser Geste für das konfliktgebeutelte Jamaika der damaligen Zeit zu verstehen. Die Tracks des Soundtracks orientieren sich chronologisch am Film.

CD1
1) Corner Stone
2) Judge Not
3) Simmer Down
4) Small Axe
5) Mellow Mood
6) Stir It Up
7) Concrete Jungle
8) Crazy Baldhead (Groucho mix)
9) Natty Dread
10) Trenchtown Rock (live at The Roxy Theatre)
11) Get Up Stand Up
12) Work

CD2
1) Jammin (live at One Love Peace Concert)
2) Exodus (Kindred Spirit Dub Mix)
3) No Woman No Cry (Live at the Lyceum)
4) War (Live at the Rainbow)
5) I Shot the Sheriff (Live at the Lyceum)
6) Roots Rock Reggae
7) Three Little Birds
8) Real Situation
9) Could you Be Loved
10) One Love
11) Redemption Song
12) High Tide Or Low Tide

"Marley" fesselt den Zuschauer 144 Minuten mit einer geballten Ladung an Informationen und Gefühlen. Nach dem Film fühlt man sich, wenn man das so sagen kann, geradezu marleyfiziert und schwelgt in inspirierender Musik und eindrucksvollen Bildern von bewegenden Begegnungen. Trotzdem bleibt – gewollt oder auch nicht -  ein gewisser letzter mystischer Schleier der Tiefgründigkeit, der Bob Marley verhüllt. Und das ist auch gut so. Ein Must-See, nicht nur für Fans der Reggae-Legende.

Kinostart: 17. Mai 2012

"Marley", Genre: Dokumentation; Regie: Kevin MacDonald; USA, 2011; Laufzeit: 144 Minuten.




Alles über den Film "Marley” auf Subway.de



Autor: Melanie Rottmüller

 
 
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