Mit seinen langen Haaren erscheint der gutaussehende David Garrett wie ein Rockstar. Statt einer E-Gitarre spielt der Deutsch-Amerikaner allerdings Geige. Und der Spagat zwischen Rock und Klassik gelingt ihm. Mit vier Jahren bekam er seine erste Violine, mit 14 galt er als musikalisches Wunderkind. Doch dieser Karrierestart misslang, zu wenig wusste er damals als Teenager mit der Marketing-Maschinerie um seine Person umzugehen.
So ging Garrett zunächst nach New York und studierte bei Lehrern wie Ithzak Perlman und Isaac Stern. Gleichzeitig entdeckte er in den Staaten die Rockmusik für sich. Bands wie Metallica, Nirvana oder die White Stripes taten es ihm besonders an. Aus der Symbiose beider Musikstile wuchs die Idee eines Crossover-Projektes, das schließlich auch ein Label und dann viele Rock- und Klassikhörer überzeugte: Sowohl sein Debüt "Virtuoso" als auch sein neues Album "Encore" enthalten neben berühmten klassischen Stücken wie Rimski-Korsakows Hummelflug - mit dem er sich den Guinnessbuch-Rekord als "schnellster Geiger der Welt" erspielte - auch Rock-Covers von u.a. Metallica sowie preisgekrönte Eigenkompositionen.
Dieser lebendige Musikmix entspricht nicht nur Garretts eigenem Geschmack, er sieht darin auch die Chance, junge Leute für die alten Meister zu begeistern. Aber wie es aussieht, freuen sich die älteren Klassikfans, die er zur Rockmusik gebracht hat, genauso auf die anstehende Zugabe!
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Autor: Gabriele Knupfer